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Testförderung

Testförderung der Erkundungsbohrung bei Barth, Mecklenburg-Vorpommern

Vorbereitungsarbeiten für die Testförderung der Bohrung Barth 11 in Saal im März 2014 (Foto: CEP)

 

Die ölführende Saal/Barth-Struktur mit einer Fläche von rund 160 Quadratkilometern liegt im Aufsuchungsgebiet Grimmen II (1.950 Quadratkilometer). Die Aufsuchungserlaubnis für dieses Gebiet erhielt CEP im Jahr 2007. Seitdem hat das Unternehmen die Struktur intensiv untersucht und zunächst die umfassenden Ergebnisse von jahrzehntelangen Aufsuchungs- und Gewinnungsaktivitäten der früheren Erdöl Erdgas Grimmen (EEG) analysiert.

 

In den Jahren 2009, 2010 und 2012 führte CEP zusätzliche seismische Untersuchungsmessungen durch. Zusammen mit den alten Daten dienten diese der genauen Modellierung der ölführenden Schicht, dem sog. Staßfurt-Karbonat, sowie des Deckgebirges und der Ausdehnung der Saal/Barth-Struktur.

 

Erkundungsbohrung Barth 11 – Die erste Horizontalbohrung im Osten Deutschlands

  

Im Jahr 2011 führte CEP mit der Explorationsbohrung Barth 11 die erste Horizontalbohrung im Osten Deutschlands durch. Wie auch die frühen Bohrungen der EEG hat CEP die Schicht des Staßfurt-Karbonat ölführend angetroffen.

 

Als erste Horizontalbohrung im Osten Deutschlands erschloss die Barth 11 die Zielformation in einer Tiefe von 2.680 Metern über eine horizontale Länge von circa 1.000 Metern. Die früheren vertikalen Bohrungen der EEG konnten das Speichergestein nur über wenige Zehnermeter erschließen.

  

Im Frühjahr 2014 wurde die Lagerstätte an das Bohrloch angeschlossen. Die durch Bohrarbeiten verschlossenen Poren und Fugen im Speichergestein wurden einmalig geöffnet, indem eine nichtwassergefährdende Flüssigkeit, bestehend aus Wasser, keramischem Sand und Zusätzen, in das Bohrloch gepumpt wurde. Dieses Verfahren zur konventionellen Ölförderung wurde seit Ende der 1960er Jahre viele hundert Mal sicher in ganz Deutschland eingesetzt, unter anderem auch im benachbarten Richtenberg-Feld oder im Lütow-Ölfeld auf Usedom, wo eine so angeschlossene Bohrung seit Jahrzehnten bis heute fördert.

  

Bohrturm zur Erkundungsbohrung Barth-11 bei Saal im Jahr 2011 (Foto: CEP)

Die Entscheidung zur Investition in den geplanten mehrwöchigen Testbetrieb wurde verschoben. Dazu analysiert CEP gegenwärtig die Entwicklung von wichtigen Rahmenbedingungen wie z. B. der nationalen Gesetzgebung in Bezug auf Aufsuchung und Förderung von heimischen Erdöl sowie der Fortschreibung der Landesentwicklungsplanung Mecklenburg-Vorpommern.

 


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