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Infothek

Geophysikalische Untersuchungen/Seismik

Seismik ist das wichtigste und meistgenutzte geophysikalische Explorations- verfahren. Seismische Untersuchungen liefern ein genaues Bild des Untergrunds und erlauben es unseren Geologen, potenziell kohlenwasserstoffführende Strukturen zu erkennen und zu lokalisieren. Seismik kann den Untergrund bis in Tiefen von vielen Tausend Metern mit großer Genauigkeit abbilden.

 

Bei seismischen Untersuchungen werden Schallwellen erzeugt, die sich im Erdreich fortpflanzen und vom Gestein reflektiert werden. Die seismischen Wellen sind so schwach, dass sie nur mit hochempfindlichen Messinstrumenten, den Geophonen, erfasst werden können.

 

Die ermittelten Daten werden in Karten umgewandelt, auf denen der Verlauf der Gesteinsschichten räumlich sichtbar wird. Diese Daten werden durch unser Team von Geologen, Geophysikern, Petrophysikern und Lagerstätten-Ingenieuren ausgewertet. Unsere Experten sind somit in der Lage, Bereiche, in denen möglicherweise Kohlenwasserstoffe lagern könnten, zu erkennen und den optimalen Bohrungsverlauf festzulegen.


Je nach Gegebenheiten des Geländes werden die Schallwellen durch Vibrations-Spezialfahrzeuge, sogenannte Vibro-Trucks, oder in seltensten Fällen durch das Zünden von kleinsten Explosivladungen in Bohrlöchern erzeugt. Alle seismischen Untersuchungen werden so durchgeführt, dass sie den berechtigten Belangen des Umweltschutzes Rechnung tragen. Bei der Zeit- und Ablaufplanung wird in enger Abstimmung mit den Naturschutzbehörden und der Land- und Forstwirtschaft auf spezielle Belange des Natur- und Umweltschutzes und der Bewirtschaftung grundsätzlich Rücksicht genommen.

 

Download Video: MP4 / WebM / Ogg

 

3D-Seismik

 

Bei tiefengeophysikalischen Untersuchungen unterscheidet man methodisch zwischen der zweidimensionalen und der dreidimensionalen Seismik.

 

Während die bewährte 2D-Seismik ein zweidimensionales vertikales Schnittbild des Untergrundes entlang einer gemessenen Linie liefert, erbringt die moderne dreidimensionale Methode ein wesentlich aussagekräftigeres Bild des Untergrundes unterhalb einer gemessenen Fläche, vergleichbar mit einer Tomographie des Untergrundes.

 

Für die 3D-Seismik wird ein regelmäßiges Raster von Anregungs- und Geophonlinien im Abstand von einigen 100 Metern ausgelegt, mit dem sich die Herkunft des Echos genauer abbilden lässt als mit der 2D-Methode.

 

Aus dem Datenkubus können unsere Geologen jede beliebige Schnittlage darstellen. Die 3D-Methode ermöglicht damit sehr viel genauere Rückschlüsse nicht nur auf die Sturkturen, sondern erstmals auch auf die Gesteinseigenschaften und bietet somit detailliertere Informationen über die Gegenheiten des untersuchten Untergrundes. Diese Methode hat in den vergangenen Jahren stark an Bedeutung gewonnen und gehört zu den Standardinstrumenten der Feldesentwicklung, zunehmend auch in der Exploration von Kohlenwasserstoffen. Diese Methode ist im Osten Deutschlands erstmalig von  CEP für die Erdölerkundung angewandt worden.

 

Ob der Untergrund jedoch tatsächlich wirtschaftlich förderbare Kohlenwasserstoffe enthält, lässt sich selbst durch seismische Untersuchungen nicht sicher beantworten. Letztendliche Sicherheit über die Beschaffenheit etwaiger Vorkommen kann nur eine Explorationsbohrung bringen.

 

Detaillierte Informationen zum Prinzip der Seismik finden Sie auf der Webseite des Wirtschaftsverbands Erdöl- und Erdgasgewinnung e.V.

 

Munitionsräumung


CEP arbeitet bei geophysikalischen Messungen unter strengster Einhaltung aller behördlichen Auflagen und Bestimmungen. Dazu gehören bergbauliche Bestimmungen sowie Auflagen in den Bereichen Naturschutz, Wasserschutz, Forst, Straßen- und Bahnverkehr, Denkmalschutz sowie Kampfmittelbelastung.

 

Während der Munitionsräumung für die seismischen Messungen in 2010 und 2012 wurden insgesamt mehr als 7.000 Kilogramm (1.350 Stück) Fundmunition geborgen und fachgerecht entsorgt.

 

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